Dienstag, 11.4.17
Nachts hats mehrfach getröpfelt und eigentlich
wars gestern schon klar, dass sich das Wetter ändert. Wir sind wieder mal sehr
früh beim Gassi.
Von der Alpspitze ist nix
zu sehen,

und auch die Gondeln schlafen noch.

Seltsam, sie schlafen getrennt, obwohl sie tagsüber gemischt am Seil hängen. Ob bei dem Wetter heute überhaupt einer hochfahren will?
Carl darf wie jeden Morgen noch ein paar Minuten Peter wecken, dabei gibts das übliche Spielchen mit den Ohren,
dann wird gefrühstückt, und noch vor 10:00 sind wir unterwegs, denn hier gibts heute nix zu tun für uns. Der Wasserfallweg ist nass und zu anstrengend für mich, und den Panoramaweg hatten wir gestern.
Ursprünglich war der Grüntensee für heute geplant, aber unterwegs fiel mir der Plansee und der Campingplatz in Heiterwang ein, also fahren wir mal schnell in die Berge rein und schauen, ob dort auch der Nebel drin hängt.

Bei Reutte haben sie eine Hängebrücke über die Straße gebaut. Die Welt wird immer verrückter. Ich frag mich, wer die benutzt, und wozu. Ich tät da niemals drüber gehen wollen.


Am Plansee hängen die Wolken leider genauso tief wie anderswo, also lohnt es sich nicht hier zu bleiben. Vielleicht kommen wir wieder, wenn die Sonne mal scheint, denn schön ists schon hier.
Wir fahren wieder zurück Richtung Füssen, sehen dabei den abgelassenen Forggensee
und fahren direkt durch nach Rieden. Und wir haben Glück, der Stellplatz ist leer.

Wir haben freie Platzwahl und freie Sicht auf die Berge, wenn sie dann irgendwann vielleicht mal zu sehen sind.
Und als allererstes müssen wir nun zum See. So abgelassene Stauseen haben was....
Und weil wir den See und die Kulisse auch anders kennen, stell ich ab und zu mal zum Vergleich ein älteres Bild nebendran.

Ja,da hinten gibts tatsächlich Berge.

Und hier ist sonst der See.

Es ist auf beiden Bildern die gleiche Stelle.

Hier ist der hintere Teil näher, weil wir mitten im See stehen.
An einer flachen Stelle darf Carl mal runter ans Wasser.

Und von weitem sehe ich, dass plötzlich schwuppdiewupp unser Dackel an einer ganz anderen Stelle im Wasser lag. Gottseidank hing er an der Flexi, denn Peter musste ihn rausziehen, weil der Berg doch recht steil war.

Alles gutgegangen, da kommen meine beiden Helden wieder.
Nun lass ich sie nicht mehr aus den Augen und wir gehen den restlichen Weg gemeinsam.

Hier führt die abgeholzte Allee bis zum Segelclub. Da kann man deutlich sehen, wie hoch hier sonst der Wasserstand ist. Gute 4 Meter müssten das sein.

Nun gehts zurück, und neben dem Campingplatz fließt normalerweise ein recht breiter und tiefer Zulauf in den See. Auch der ist leer.

Jetzt machen wir einen Spaziergang nach Roßhaupten.



Auf dem Rückweg kommen wir am Skihang vorbei. Hier üben die Gleitschirmflieger starten:




Irgendwie haben die grellen Neonfarben der Gleitschirme meine Knipse irritiert und ich hab kein gescheites Bearbeitungsprogramm. Also die Wiese hat überall die gleiche saftig grüne Farbe, auch wenns hier nicht so aussieht.
Jedenfalls wars sehr interessant dies mal aus der Nähe zu sehen, und auch zu hören, welche Anweisungen die Flieger übern Kopfhörer bekommen.

Meinen beiden Männleins wirds langweilig und wir machen uns auf den Heimweg.

Hach, die Landschaft ist einfach zu schön hier, Friede-Freude-Eierkuchen, Urlaub. Und ein ganz klein wenig kann man die Berge schon erahnen.
Unser Abendessen kommt heute aus dem Gefrierfach, denn die Campingkneipe hat noch zu.

Es gibt Champignonrahmsuppe, Schweinsbraten und Festtagsknödel.
Mittwoch
Nach einer bitterkalten Vollmondnacht rennt Carl durchs knisternde Gras. Er kriegt sich vor lauter Mäuselöchern garnicht mehr ein. Vor allem hat er das Glück, dass er auch Mäuse rennen sieht. Ohne Leine laufen ist deshalb ganz schwierig, denn ich muss ihn abrufen, bevor er sich in ein Mäuseloch verbeißt. Sonst muss ich ihn da wegzerren, freiwillig geht er da nie mehr weg.


Die Landschaft ist morgens einfach ein Traum. So langsam kommen jetzt die Berge raus, die Sonne ist noch hinterm Dunst, verspricht aber einen sonnigen Tag.
Vielleicht fahren wir heute doch nach Heiterwang, bevor der Osteransturm losgeht. Vorher steht noch der Schmuttersee auf dem Programm. Die Entscheidung fällt allerdings erst, wenn Peter ausgeschlafen hat, und das kann dauern....
So, es ist soweit. Gegen 10:00 starten wir zum Schmuttersee. Rena aus Ingrids Hundeforum hat ihn mir an Herz gelegt, also schauen wir ihn mal an.
Und es hat sich gelohnt. Wir waren mutterseelenalleine dort und haben die Natur genossen.

Auch ihm fehlt noch ein wenig Wasser. Da ist ne Menge Reserve für die Schneeschmelze, die aber diesjahr nicht wirklich üppig ausfallen wird.

Und Carl soll auch seinen Spaß haben.



Und er hat richtig Spaß. Obwohl er durch die Medikamente noch schaumgebremst ist genießt er die Freiheit ohne Leine und tobt rum.

Jetzt fahren wir weiter, denn heute scheint die Sonne und wir wollen an den Heiterwanger See, denn dort machts nur Sinn, wenn man auch die Berge sieht.
Und heute sehen wir Menschen auf der Hängebrücke. Kurz drauf sind wir schon in Heiterwang.

Der Campingplatz liegt noch im Winterschlaf, es ist nix los, und wir machen uns gleich mal auf zum Rundgang um den See. Irgendwo hab ich was von einer guten Stunde gelesen....
Wir sind auf der Strecke ganz alleine und treffen erst oben an der Verbindung zum Plansee die ersten Spaziergänger. Es ist einfach nur traumhaft.


Allerdings sind wir hier schon weit über eine Stunde unterwegs, als wir das Ende des Sees sehen.

Hier sind beide Seen durch einen Kanal verbunden.

Hier gehts zum Plansee, und die andere Seite ist unser Heiterwanger See. Der Campingplatz liegt am entgegengesetzten Ende und ist von hier aus garnicht zu sehen. Wir haben also noch ein schönes Stück Strecke vor uns.

Bald ists geschafft.

Wir waren gute zweieinhalb Stunden unterwegs, denn meine gelesene Stunde war die ungefähre Zeitangabe für Jogger und Walker.
Gut, dass ich das vorher nicht wusste, denn sonst hätte ichs vielleicht nicht gewagt. Es war eine sehr schöne Wanderung, und sogar Peter war fix und alle und ich musste ihm die Wadeln einbalsamieren. Er hatte vorher schon Muskelkater, und die Seeumrundung gab ihm den Rest.





Zum Abendessen gabs Krautkrapfen für mich, und
Bratkartoffeln und Cordon bleu für Peter.
Vorher natürlich das obligatorische gesunde Süppchen, diesmal Möhren mit Kokos.
Donnerstag, 13.4.17
Heute ists trüb, aber trotzdem ists ein schönes friedliches Morgengassi. Kein
Mensch unterwegs, einfach nur schön.

Obwohl es hier so schön ist, fahren wir heute wieder weiter, denn dieser Campingplatz übersteigt unser Budget. Der Preis wäre angemessen, wenn Ruhe wäre, das Restaurant bewirtschaftet, und auch der Brötchenservice funktionieren würde.

Wir haben aber für diesen Stellplatz, der wirklich
nix anderes als ein Parkplatz ist, 51 € die Nacht bezahlt. Carl kostete 5,50 €
und Strom insges. 12 €. Da hörts bei mir auf.
Gestern fuhr den ganzen Tag der Schotter-Laster direkt bei uns vorbei, was ich
ja verstehen kann, denn mit der Schneeschmelze kommt jede Menge Geröll den Berg
runter und das Zeug muss weg.
Aber heut früh war um 7:00 schon wieder ein LKW und das Müllauto da. Das muss
nicht sein, jedenfalls kann man dann nicht den vollen Saisonpreis verlangen.