Montag, 13.6.
Ich liebe unser Navi.
Heute führt uns die Tante über weiße Sträßchen und
übelste Feldwege quer durch eine wunderschöne Landschaft zum Hennesee. Peter ist
ziemlich genervt, denn von der Landschaft kann er nicht viel sehen.
Hier vor
dem Campingplatz soll sich ein netter Stellplatz befinden. Doch die Enttäuschung
ist groß.
Der Platz liegt direkt an der Straße und ist von Bäumen umgeben, also Fernsehen geht garnicht, und heute ist doch Entscheidungsmontag bei Big Brother. Der Campingplatz dahinter entspricht ebenfalls nicht unsren Vorstellungen und den Hennesee bekommen wir erst gar nicht zu Gesicht. Also nix wie weg hier, und ab nach Willingen.
Das war die richtige Entscheidung. Hier ists schön. Hier bleiben wir.
So sieht der Berg durchs Tele aus:


Doch zuerst müssen wir mal schnell in die Stadt, uns plagt der Hunger. Es gibt Gulaschsuppe am Straßenrand.

Auf dem Rückweg kommen wir an diesem Bienenschaukasten vorbei, den man selbst öffnen kann, und ein wenig komisch ists mir schon bei den Aufnahmen.
Dienstag, 14.6.
Heute früh hat es geregnet. Jetzt kommt langsam die Sonne raus und wir machen einen Spaziergang auf den Ettelsberg und genießen die Aussicht.


Bei der Gelegenheit schauen wir uns auch den Mountainbike-Parcour an.

Er fängt recht harmlos an, ist aber steiler als es hier aussieht, und hat es in sich. Die Fahrer springen teilweise bis zu 4 m weit.

Nach einem Päuschen gehn wir nochmal runter in die Stadt.

Kurpark und Willinger Brauhaus.
Dann zieht es sich zu und wir sehen zu, dass wir schleunigst heim kommen.
Übernachtungspreis 12 € (ob das ein Rechenfehler ist?)
Mittwoch, 15.6.
Mein Hals hat die ganze Nacht gemeckert und die Nebenhöhlen sind dicht. Für nächtelange Feierorgien werde ich langsam zu alt. Also fahren wir erst mal in die Apotheke und zum Aldi, denn unser Kühlschrank ist so leer wie unser Arzneikästchen und wir wollen bis Sonntag hier bleiben. Peter verlängert und zahlt nun 12 € pro Nacht. Ist aber ok für einen Stellplatz in dieser Lage.
Heute machen wir einen gemütlichen Tag, lesen, rätseln, schlafen.... und zwischendurch werden wir durch die Aufbauarbeiten fürs Sauerland Open Air am Samstag unterhalten. Interessant, wie schnell 100 Dixi-Häuschen in Reih und Glied aufgebaut werden, und Bistro-Stände und Grillbuden aus dem Boden wachsen.

Nun regnets Bindfäden und ich bin mal gespannt, ob wir heute die Mondfinsternis sehen können.
Donnerstag, 16.6.
Natürlich kam der Mond erst nach
Mitternacht aus den Wolken, und da war er wieder ganz normal. Schade.
Heute machen wir den Ausflug auf den Berg mit der Gondelbahn.

Bruno machts garnix aus, aber mir ists ein wenig schwummrig, denn es windet heftig und die Gondel schaukelt. Aber ich habs überlebt.
Hier ist der Wasserspeicher für die Schneekanonen.


Kyrill hat gewaltige Spuren hinterlassen und es wird kräftig aufgeforstet.

Und auch hier gibts Moutainbikestrecken. An der Talstation kann man die Räder mieten, mit hoch nehmen und ins Tal rasen.

Nun noch ein Spaziergang durch die Hochheide, dann machen wir uns an den Abstieg.

Jetzt ist wieder relaxen angesagt, Peter testet das Erlebnisbad, und gegen Abend regnets, was der Himmel hergibt.
Freitag, 17.6.
Es hat die ganze Nacht gestürmt und drüben sind die Zäune geflogen. Die Buden und die Bühne stehen aber noch und es wird weiter fleißig aufgebaut.
Nach einem Spaziergang in die Stadt machen wir wieder einen Faulenzertag, aber nur bis kurz vor 14:00. In einer Viertelstunde fängt oben im Wildpark die Flugschau der Greifvögel an und wir marschieren stramm den Berg hinauf.

Blick aufs Konzertgelände.
Impressionen aus dem Tierpark, der bis auf die beeindruckende Vogelschau ein normaler Tierpark ist und uns nicht vom Hocker reißt, aber Kinder haben hier bestimmt ihren Spaß.





Hänsel und Gretel waren auch da, und hier hat mich ein seltsamer Stamm ans Lagerfeuer eingeladen.
Auf dem Rückweg spüren wir unsren Muskelkater von gestern. Bergablaufen geht ganz schön in die Knochen. Also ruhen wir uns weiter aus, bis uns der Regen rein treibt.
Samstag, 18.6.
Heute ist der große Tag, um 14:00 beginnt das Sauerland-Open-Air-Schlager-Festival.
Bei strömendem Regen strömen schon um 11:00 die ersten Besucher zum Eingang und lassen sich nassregnen, denn Einlass ist erst um 12:00. Und eigentlich regnets sowieso den ganzen Tag, mit kurzen Unterbrechungen. Und während dieser Regenpausen spazieren wir am Zaun entlang und haben unsren Spaß, indem wir die Besucher beobachten.

Klar erhaschen wir nebenbei auch einen Blick auf Jürgen Drews, Karel Gott, Nicole, Helene Fischer, Andrea Berg und andere Schlagersternchen. Aber interessanter war das Publikum.

Mann, bin ich froh, dass ich nicht auf solche Events stehe und dort mittendrin stecken muss.
Die Jugend war teilweise schon gut satt, als sie hier ankam. Die reife Jugend in unsrem Alter verträgt schon etwas mehr, aber pinkeln müssen sie alle. Da sind 100 Dixi-Häuschen garnix, wenn 20.000-30.000 Besucher pinkeln müssen. Selbst wenn es nur 10.000 waren, es waren einfach zu wenig Häuschen. Frauen standen mindestens 20 Minuten in der Schlange. Also musste frau quasi ihr Bier vorm Klo trinken, damits nicht in die Hose geht.
Die Herren der Schöpfung hattens da schon einfacher. Rund ums Gelände gabs ja einen plastikbeplanten Zaun, und daran lief die Pisse den ganzen Tag über in Strömen runter.

Vom Regen nachgespült entstand so ein leckerer Matsch,

in dem die Kerle ihre Bierbecher
abstellten, um beide Hände frei zu haben.
Kurz daneben legten sich die ersten schon gegen 16:00 auf den Boden, um ihren
Rausch auszuschlafen.
Soweit meine Beobachtungen am Rand des Geschehens. Peinliche Situationen hab ich natürlich nicht fotografiert, da hab ich mich doch ein wenig fremdgeschämt.
Gegen später wurden Zaunteile geöffnet, und so begaben wir uns neugierig ins Innere der Manege.

Gegen Ende feierten die Massen begeistert die Gruppe Brings, von der ich noch nie was gehört hatte.

Alle konnten alle Lieder mitsingen, selbst im Vollrausch. Ich leider nicht, aber ich war ja auch noch nüchtern.

Nee, nix wie weg hier, das ist nicht unsre Welt. Aber interessant wars schon.
Sonntag, 19.6.
Unser Urlaub ist rum.
Die Nacht war recht unruhig, ich hab gehustet, die Eismaschine der Eissporthalle
hat gefaucht, die Gabelstapler haben gestapelt und der Wind hat gepfiffen.
Dementsprechend früh haben wir das Bett verlassen, unsre Siebensachen
zusammengepackt und haben uns vom Acker gemacht und waren schon gegen Mittag
zuhause.