
Sonntag, 5.6.
Gestern haben wir noch Stefan Raab geguckt, und entsprechend spät sind wir heute aufgewacht. Nach dem Frühstück haben wir gleich gepackt (Platzgebühr 40 €) und um 12:00 sind wir am Parkplatz der Ohratalsperre in Luisenthal angekommen.
Bruno musste natürlich erst mal in die Ohra,

dann gings recht steil bergauf zur Staumauer. Da kommt man ganz schön ins Schwitzen, auch wenns schattig ist.

Der Stausee ist ein Trinkwasserspeicher und zur Zeit hat er sehr wenig Wasser. Bestimmt 5 Meter zu wenig. Die Gegend ist aber traumhaft schön und der Weg um den See ist eben und lässt sich gut laufen. Aber wir haben gleich wieder umgedreht, denn ruckzuck hat sich unter Donnergrollen der Himmel zugezogen. Also nix wie weg hier.

Noch ein Blick von der Staumauer runter aufs Wasserwerk, und dann haben wir den bequemen Weg auf der anderen Seite genommen. Der Himmel grummelt immer noch rum.

Unten angekommen braucht Peter erst mal ein großes Eis. Soll er haben.
Jetzt gehts weiter nach Ilmenau. Die Fahrt geht durch kleine Ortschaften mit teilweise sehr schön renovierten Schieferhäuschen. Die Landschaft wird freier, also ähnlich wie im Spessart. In Ilmenau kamen wir gerade rechtzeitig zum Stadtfest an

und der Spießbraten - hier heißt er Mutzbraten - hat klasse geschmeckt.

Beim letzten Bissen kamen die ersten dicken Regentropfen, und das Donnern wurde stärker. Nix wie weg hier. Aber nass geworden sind wir trotzdem.
Nun weiter zur Feengrotte. Mal sehen, ob ich mich reintraue.
Nein, ich will nicht. Getraut hätte ich mich, aber Kombiticket 12,80 € pro Person, und Bruno darf nicht mit. Nee, danke, muss nicht sein.

Dafür gibts einen Cappu nebenan im Cafe.

Der Stellplatz hier liegt idyllisch am Waldrand, die Waldwege laden zum Spaziergang ein, und wer mit Kindern unterwegs ist, ist hier bestens aufgehoben, wenn er einen dicken Geldbeutel dabei hat.
Nächste Station ist Rudolstadt, aber der Stellplatz am Schwimmbad ist ein Großparkplatz und außerdem weit weg von der Stadt. Uns reicht eine Stadtrundfahrt, um einen Eindruck von der Stadt zu bekommen, und dann nehmen wir die letzten Kilometer des heutigen Tages unter die Räder und landen pünktlich zum Abendessen auf dem CP Neumannshof am Hohenwarter Stausee.

Der Stausee ist hier nicht besonders breit, rundherum liegen Boote, überall stehen Wochenendhäuser im Wald und es ist eine reine Urlaubsregion. Dies ist aber wohl so an allen Stauseen, die lediglich zur Regulierung des Wasserstandes angelegt wurden.
Und ganz kurz können wir den Blick auf die Berge rundherum genießen.

Und dann gehts auch hier los. Es gießt wie aus Eimern, es blitzt und donnert, und wir müssen die Fenster zu lassen und im eigenen Saft schmoren.
Montag, 6.6.
Heute ist wieder mal ein Faulenzertag angesagt. Das Wetter passt, also warm und trocken. Morgengassi rechts an der Saale entlang, Nachmittagsgassi 2 km links entlang.
Bruno ist heute auch zufrieden. Seine Nachbarin ist eine superschöne Aussie,
heißt Amber, und ist gerade heiß. Den Nachbar unterhalb kennt er vom Platz an
der Feengrotte, die beiden mögen sich auch, und im Wald hat er nen kleinen
weißen Pekinesen dreckig gemacht. Mit einer schwarzen Wuscheline hatte er
allerdings im Wasser ein wenig Zoff. Sie hat aber angefangen, meiner war
unschuldig.
Dienstag, 7.6.
Heute ist Abreise, denn es ist Starkregen vorausgesagt und bei dem Wetter wollen wir nicht hier in dem Loch sitzen. Letzte Nacht sind in Zella-Mehlis und in Oberhof die Kanaldeckel rausgeflogen und Straßen sind unpassierbar. Hamburg und Berlin dito. In Alsfeld, was ebenfalls auf unsrer Höhe liegt, sind sogar Autos weggeschwommen. Und hier gibts nur die eine enge und steile Straße aus dem Tal raus. Also nix wie weg.
Kosten für 2 Übernachtungen 39,50 € + Dusche.
Die Staumauer wollen wir aber noch sehen.

Dann fahren wir weiter in Richtung Eschwege. Bei Eisenach gehts von der Autobahn runter und per Bundesstraße durch eine nette Landschaft nach Eschwege. Unterwegs lernen wir ein neues Wort: Vorsicht Grasmahd!

Gegen 15:00 landen wir am Werratalsee. Es ist ein früherer Baggersee und liegt wunderschön in der offenen Landschaft.
Wir gönnen uns den Premium-Stellplatz vor dem Knaus-Campingplatz und stehen direkt am Wasser.
So lieben wir das. Und Überraschung.... bei der Anmeldung kennt man uns, denn wir waren im Bayernwald vor Jahren schon mal auf einem Knaus-Platz. Ein Hoch auf die Computer.
Jetzt gibts erst mal einen Irish Coffee und Blätterteigstängelchen.

Dann legt direkt vor uns die Werranixe an

und wir machen gleich mal eine Seerundfahrt. Wer weiß, obs Wetter morgen noch passt.
Der Kapitän erklärt die Entstehung des Gewässers, erzählt lusdische Geschichten, bläst besser als das Echo vom Königssee, und am anderen Ende des Sees steigen alle Fahrgäste aus. Jetzt bekommen wir eine unterhaltsame Privatvorstellung. Die Crew kann sich voll auf uns konzentrieren und es war eine entspannende kurzweilige Fahrt. Schee wars.
Übrigens auf dem Hohen Meißner wohnt Frau Holle. Und wer in ihrem Teich badet, wird fruchtbar ohne Ende. Wusste ich auch nicht. Reisen bildet.
Jetzt hab ich natürlich keine Lust mehr zum Kochen und wir gehen ins Bistro auf dem Campingplatz. Peter muss 2 Beilagensalate essen, denn hier denkt niemand an EHEC und es gibt Rohkost. Das ist nix für mich. Aber Schnitzel und Pommes schmecken, hinterher nen Willi, die Sonne scheint immernoch..... Urlaub.
Peter geht jetzt noch mal eine Runde schwimmen
und verdirbt es sich mit Bruno, indem er ihn nass spritzt. Das mag der Butzel garnicht.
Den Abend verbringen wir draußen, weil der Blick auf die Berge und den See einfach perfekt ist.
Bruno fängt unterdessen fette braune Junikäfer und kaut genüsslich. Auch er genießt den Urlaub. Sowas bekommt er zuhause nicht serviert.

Abendstimmung am See. Schee.

Mittwoch, 8.6.
Heute Nacht hats geschüttet. Nun ists nicht mehr so warm, aber es nieselt noch. Der Spaziergang nach Eschwege fällt sozusagen ins Wasser. So hab ich Zeit, meine Bilder von gestern zu sichten, Peter geht nach dem Frühstück einfach wieder ins Bett, und Bruno schnarcht ebenfalls. Auch das ist Urlaub.
Ich sitz trocken, hab Blick aufs wogende Schilfgras, den heute nicht ganz so blauen See und das Schloss Wolfsbrunnen, das einer russischen Ärztin gehört, die es zu einem Hotel ausbauen ließ.

Nachmittags klart es auf und wir gehen durch den Park in die Altstadt.

Endlich gibts mal wieder Fachwerkhäuser zum Fotografieren.

Das alte Rathaus mit Glockenspiel


Interessante Backsteinhäuser
sind aber auch dabei. Nach der obligatorischen Bratwurst gehts am Schwanenteich
vorbei wieder heimwärts.

Bei unsrer Rückkehr wars vorbei mit dem netten freien
Stellplatz. Wir haben Nachbarn bekommen, gleich 3 Stück. Und alle drei sind
Kuschelcamper und haben
sich um uns herumgeschart und eine Wagenburg gebaut, obwohl der riesige Platz
leer ist
Vielleicht wollen sie bis über Pfingsten bleiben und igeln sich schon mal ein, bevor der große Ansturm kommt.
Kosten Premiumplatz 30 €
Donnerstag, 9.6.11
Heute lassen wir den Tag langsam beginnen. Es ist zwar Abreisetag, aber die vor uns liegende Strecke ist überschaubar, und wir wollen uns erst gegen Abend mit einigen Fördermitgliedern vom Wohnmobilforum am Twistesee treffen. Gegen Mittag rollen wir also vom Hof und haben dank unsres netten Navis eine romantische Fahrt übern Hohen Meißner mit teilweise 15% Steigung und Gefälle. Anschließend nehme ich die Sache selbst in die Hand und wir fahren über die Bundesstraße und Autobahn weiter nach Wetterburg.

Wie man sieht, war schon der erste Abend feucht-fröhlich.